Coins beim Börsen-Hack gestohlen: Was das Finanzamt als Verlust anerkennt
Nach dem Angriff auf Bitget am 24. September stellt sich für Betroffene in Deutschland eine Frage, die in den Meldungen fehlt: Lässt sich ein gestohlenes Guthaben steuerlich absetzen? Die Antwort hängt an einem einzigen Begriff im Einkommensteuergesetz, und sie entscheidet sich an deinen Unterlagen.

Inhalt
Inhalt



Welche Themen sollen wir vertiefen?
Wähle aus, was dich aktuell beschäftigt. Deine Auswahl fließt direkt in unsere Themenplanung ein.
Crypto-News, die wirklich Mehrwert bringen.
Wöchentlich. 60 Sekunden Lesezeit. Sorgfältig kuratiert von unserer Redaktion: kein Hype, keine Werbe-Mails, kein Spam.
Am 24. September 2026 meldete die Handelsplattform Bitget unautorisierte Abflüsse aus mehreren ihrer Hot Wallets. Die Schadenssumme lag in der ersten Meldung bei 351,6 Millionen Dollar und wurde in den Tagen danach auf 387,5 Millionen Dollar nach oben korrigiert, nachdem weitere Bestände nachgetragen waren. Für Betroffene in Deutschland stellt sich damit eine Frage, die in den Meldungen über den Vorfall kaum auftaucht: Lässt sich ein solcher Verlust in der Steuererklärung geltend machen?
Die Antwort nach der heute überwiegenden Auslegung lautet nein, und sie hängt an einem einzigen Begriff im Einkommensteuergesetz. Wer Kryptowerte durch einen Hack verliert, hat sie nicht verkauft. Ohne Verkauf fehlt das, was das Gesetz eine Veräußerung nennt, und ohne Veräußerung entsteht steuerlich kein Verlust, den das Finanzamt mit Gewinnen verrechnen könnte. Dieser Text erklärt, worauf diese Regel beruht, welche Gegenargumente Fachkanzleien vorbringen, und welche Unterlagen du sicherst, solange der Vorfall frisch ist.
Börsen-Hack und Steuer: Warum ein Diebstahl kein Veräußerungsgeschäft ist
Kryptowerte gelten im deutschen Einkommensteuerrecht als andere Wirtschaftsgüter. Gewinne und Verluste aus ihrem Verkauf fallen deshalb unter die privaten Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes. Die Vorschrift knüpft die Steuerpflicht an einen Vorgang, den sie Veräußerung nennt: Ein Wirtschaftsgut wechselt gegen Entgelt den Eigentümer.
Ein Diebstahl erfüllt das nicht. Es gibt keinen Käufer, keinen Preis und keine Gegenleistung. Das Fachportal Bitcoin2Go formuliert es in seiner Übersicht zur steuerlichen Behandlung von Hacks vom 17. August 2026 so, dass Wallet- und Börsen-Hacks steuerlich als Diebstahl gelten und gerade kein Veräußerungsgeschäft darstellen, woraus sich weder Vor- noch Nachteile ergeben. Die Kanzlei Hortmann Law kommt in ihrer Darstellung zu Paragraf 23 vom 3. Oktober 2025 zum selben Ergebnis und nennt es doppelt bitter: wirtschaftlicher Schaden ohne steuerliche Entlastung.
Was daraus für die Freigrenze folgt
Die Folge ist unangenehm konkret. Hast du im selben Jahr Gewinne innerhalb der Jahresfrist erzielt, bleiben diese steuerpflichtig, auch wenn dir auf der Börse ein Vielfaches davon abhandengekommen ist. Die Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr, die seit 2024 gilt und zuvor bei 600 Euro lag, bemisst sich am Gesamtgewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften. Ein Hack senkt diesen Gesamtgewinn nach herrschender Auslegung nicht.
Paragraf 23 EStG im Wortlaut: Haltefrist, Freigrenze und der Begriff der Veräußerung
Drei Größen bestimmen die Besteuerung privater Krypto-Geschäfte in Deutschland. Die Haltefrist beträgt ein Jahr; wer länger hält und dann verkauft, bleibt steuerfrei. Die Freigrenze liegt bei 1.000 Euro pro Jahr, und sie ist eine echte Grenze und kein Freibetrag: Wird sie um einen Euro überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig. Und die Verlustverrechnung ist eingezäunt, denn Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften lassen sich nur mit Gewinnen derselben Art verrechnen, nicht mit dem Arbeitslohn und nicht mit Kapitalerträgen.
Veräußerung meint dabei die entgeltliche Übertragung eines Wirtschaftsguts auf einen anderen. Dieser eine Begriff entscheidet über den ganzen Fall. Ein Verkauf gegen Euro ist eine Veräußerung, ein Tausch von einem Coin in einen anderen ebenfalls, und auch die Bezahlung einer Ware mit Kryptowerten zählt dazu. Der Zugriff eines Angreifers auf eine Börsen-Wallet zählt nicht dazu.
Realisierung als Kernbedingung
Realisierter Verlust bezeichnet einen Verlust, der durch einen tatsächlichen Vorgang am Markt eingetreten und dadurch messbar geworden ist. Solange ein Kurs nur fällt, liegt ein Buchverlust vor, den das Steuerrecht ignoriert. Erst der Verkauf macht daraus eine Zahl, die in die Erklärung gehört. Dasselbe Prinzip trifft den Hack-Fall: Die Coins sind weg, aber es gab keinen Vorgang, der den Verlust im Sinne des Gesetzes realisiert hätte. Wie das bei wertlos gewordenen Beständen aussieht, haben wir in unserer Analyse zum Krypto-Totalverlust in der Steuererklärung im Detail aufgeschlüsselt.
Der Bitget-Vorfall vom 24. September: Welche Angaben steuerlich überhaupt zählen
Bitget hat den Vorfall am 24. September 2026 um 18:31 UTC erkannt, die Auszahlungen ausgesetzt und einen gestaffelten Fahrplan zur Wiederaufnahme veröffentlicht, der mit Bitcoin am 28. September beginnt. Nach Angaben der Plattform blieben die Cold Wallets unberührt; betroffen waren Teile der Hot- und Warm-Wallet-Ebene. Die Analysefirma Elliptic ordnete den Angriff nordkoreanisch verbundenen Akteuren zu, worüber Bloomberg am 25. September berichtete; damit überschreitet die diesem Umfeld zugerechnete Jahresbeute 2026 nach dieser Auswertung die Marke von einer Milliarde Dollar. Nach der Zählung von CryptoSlate ist der September damit der schadensträchtigste Monat des Jahres 2026.
Steuerlich relevant an diesen Angaben ist weniger die Gesamtsumme als der Zeitpunkt. Der 24. September 2026 ist das Datum, an dem der Zugriff auf einen Teil der Bestände endete. Wer betroffen ist, braucht genau dieses Datum, die betroffene Menge je Coin und den Kurs an diesem Tag, denn ohne diese drei Angaben lässt sich später weder ein Verlust beziffern noch eine Entschädigung einordnen. Welche Schutzmechanismen bei einer Börse überhaupt greifen, haben wir in unserer Auswertung zu Sicherungsfonds und Einlagensicherung bei Krypto-Börsen geprüft.
Ein Hinweis zur Einordnung des Anbieters: Bitget verfügt über keine Zulassung nach der europäischen Kryptomarktverordnung, und die europäische Haftungsregel für zugelassene Dienstleister greift deshalb hier nicht. Welche Pflichten eine Zulassung mit sich bringt und woran du sie erkennst, steht in unserem Überblick zu den MiCA-Lizenzpflichten für Krypto-Unternehmen.

Warum das Finanzamt den Verkauf braucht und der Hack ihn nicht liefert
Die Logik dahinter ist kein Schikanewerk der Finanzverwaltung, sondern die Kehrseite einer Regel, von der Anleger sonst profitieren. Weil nur realisierte Vorgänge zählen, muss niemand einen Kursgewinn versteuern, solange er die Coins hält. Der Preis dieser Systematik ist, dass ein Wertverlust ohne Marktvorgang ebenfalls unsichtbar bleibt.
Bei Bitcoin, das zum Abruf der Kursdaten bei CoinGecko am 26. September 2026 bei rund 84.044 Dollar notierte, lässt sich das gut durchspielen. Wer Bestände über ein Jahr hält, verkauft steuerfrei. Wer innerhalb des Jahres verkauft, versteuert den Gewinn oberhalb der Freigrenze. Wer bestohlen wird, hat weder das eine noch das andere getan und steht deshalb ohne steuerlichen Anknüpfungspunkt da. Die Kursentwicklung selbst ordnen wir laufend auf unserer Bitcoin Kurs Prognose ein.
Der Sonderfall auf der anderen Seite
Interessant ist die Gegenrichtung. Bitcoin2Go weist darauf hin, dass Zuflüsse aus Betrugsmaschen unter Umständen als sonstige Einkünfte nach Paragraf 22 Nummer 3 des Einkommensteuergesetzes steuerpflichtig sein können. Wer also auf der Empfängerseite eines fragwürdigen Vorgangs landet, kann steuerlich schlechter dastehen als der Geschädigte. Diese Asymmetrie ist einer der Gründe, warum mehrere Kanzleien die geltende Praxis für überprüfungsbedürftig halten.
Die Gegenposition der Kanzleien: Endgültiger Entzug der wirtschaftlichen Verfügungsmacht
Die Rechtslage ist nicht so eindeutig, wie die Praxis es erscheinen lässt. Die auf Kryptorecht spezialisierte Kanzlei Winheller hält in ihrer Darstellung vom 10. März 2025 ausdrücklich fest, dass die steuerliche Behandlung von Krypto-Verlusten bisher nicht abschließend geklärt sei, und führt gute Argumente für eine Anerkennung an. Kern der Argumentation ist ein Vergleich mit Aktienverlusten: Auch dort komme es zu einem endgültigen Verlust der wirtschaftlichen Verfügungsmacht, und genau dieser Zustand liege bei gestohlenen oder unwiederbringlich verlorenen Kryptowerten vor.
Diese Position ist eine begründete Rechtsauffassung und keine geltende Verwaltungspraxis. Wer sich darauf stützt, sollte wissen, worauf er sich einlässt: Der Verlust wird in der Erklärung angesetzt, das Finanzamt wird ihn nach heutiger Lage voraussichtlich streichen, und der Weg führt dann über Einspruch und gegebenenfalls Klage. Ohne steuerliche Beratung ist dieser Weg für die meisten Betroffenen nicht sinnvoll.
Was beide Seiten verbindet
Bemerkenswert ist, dass die befürwortende und die ablehnende Seite in einem Punkt übereinstimmen: Ohne lückenlose Dokumentation ist die Diskussion ohnehin beendet. Winheller rät, alle Transaktionen sorgfältig zu dokumentieren, um nachweisen zu können, auf welche Art und Weise der Verlust eingetreten ist, und dabei auch den Zeitpunkt innerhalb oder außerhalb der Jahresfrist zu belegen. Wer die Unterlagen nicht hat, verliert unabhängig davon, welche Rechtsauffassung sich am Ende durchsetzt.
Das BMF-Schreiben vom 6. März 2025 und die verschärften Mitwirkungspflichten
Für die Dokumentation gibt es seit dem vergangenen Jahr eine klare Ansage. Das Bundesfinanzministerium hat am 6. März 2025 das Schreiben Einzelfragen zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung bestimmter Kryptowerte veröffentlicht, Geschäftszeichen IV C 1 - S 2256/00042/064/043. Es umfasst 34 Seiten und ersetzt das frühere Schreiben vom 10. Mai 2022.
Neu und für den Hack-Fall entscheidend ist, dass dieses Schreiben die Aufzeichnungs- und Mitwirkungspflichten bei Krypto-Geschäften erstmals ausdrücklich regelt und die Anforderungen spürbar anhebt. Verlangt wird eine nachvollziehbare Dokumentation der Vorgänge einschließlich der Wallet-Zuordnung, der Zeitpunkte und der Kursnachweise. Für Betroffene eines Hacks heißt das zweierlei: Die Beweislast liegt bei dir, und ein Datenverlust auf Seiten der Börse entlastet dich nicht. Was das Finanzamt an Unterlagen verlangen darf, haben wir in unserem Beitrag zur Krypto-Steuerprüfung und den zulässigen Nachweisen ausführlich behandelt.
Welche Nachweise du nach einem Börsen-Hack sofort sicherst
Der wichtigste Satz in diesem Text ist ein praktischer: Unterlagen, die du heute nicht ziehst, bekommst du später womöglich nicht mehr. Nach einem größeren Vorfall werden Oberflächen umgebaut, Ankündigungen verschwinden aus den Newsfeeds, und ein Konto, das abgewickelt wird, gibt irgendwann keine Exporte mehr her. Sichere deshalb, solange der Zugang besteht:
- den vollständigen Transaktionsexport deines Kontos als Datei, nicht als Bildschirmfoto, mit allen Ein- und Auszahlungen sowie Trades seit Kontoeröffnung
- den Kontostand je Coin unmittelbar vor dem Vorfall, mit Datum und Uhrzeit
- die offizielle Mitteilung des Anbieters zum Vorfall, als Bildschirmfoto mit sichtbarem Datum und zusätzlich als gespeicherte Seite
- jede Nachricht des Anbieters an dich, also E-Mails, Mitteilungen in der App und Support-Tickets mit Vorgangsnummer
- Kursnachweise in Euro für den Stichtag, aus einer Quelle, die du im Zweifel erneut abrufen kannst
- deine Wallet-Adressen und die Transaktions-IDs, soweit die Abflüsse öffentlich nachvollziehbar sind
Dazu kommt die Strafanzeige. Steuerlich ist sie freiwillig, zugleich aber das einzige Dokument, das den Diebstahl durch eine dritte Stelle bestätigt, und Fachquellen nennen sie als Beleg für den endgültigen Entzug der Verfügungsmacht. Wo du sie sinnvollerweise stellst und was sie realistisch bewirkt, beschreibt unser Beitrag dazu, wo du bei gestohlenen Kryptowerten wirklich Anzeige erstattest.
Für die laufende Dokumentation lohnt sich ohnehin ein Werkzeug, das Ein- und Auszahlungen automatisch mitschreibt und Kurse zum Transaktionszeitpunkt festhält. Welche Programme das für deutsche Anleger sauber abbilden und was sie kosten, steht in unserem Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker. Wer erst nach einem Vorfall anfängt zu sammeln, rekonstruiert Jahre.

Entschädigung in Coins: Die offene Frage nach Anschaffung und Haltefrist
Erstattet eine Börse den Schaden aus einem Schutzfonds, wirft das eine Frage auf, die in den von uns geprüften Quellen unbeantwortet bleibt. Weder das BMF-Schreiben vom 6. März 2025 noch die ausgewerteten Fachdarstellungen behandeln ausdrücklich, wie eine Entschädigung in Coins nach einem Hack einzuordnen ist. Das ist ein offener Punkt, und er wird hier ausdrücklich als solcher benannt statt mit einer erfundenen Gewissheit gefüllt.
Praktisch stellen sich zwei Fragen. Die erste betrifft den Anschaffungszeitpunkt: Zählt die ursprüngliche Anschaffung weiter, oder beginnt mit der Gutschrift eine neue Haltefrist? Die zweite betrifft die Art der Leistung: Eine Erstattung in Euro sieht anders aus als eine Gutschrift in derselben Kryptowährung. Solange dazu keine belastbare Aussage der Finanzverwaltung vorliegt, ist der einzige vernünftige Umgang, den Vorgang vollständig zu dokumentieren und die Frage vor der Erklärung mit einem Steuerberater zu klären. Notiere dafür das Datum der Gutschrift, die Menge, den Eurokurs zu diesem Zeitpunkt und den Wortlaut, mit dem der Anbieter die Leistung bezeichnet.
Anlage SO und Verlustvortrag: Wo ein anerkannter Verlust landen würde
Private Veräußerungsgeschäfte werden in der Anlage SO der Einkommensteuererklärung erfasst. Dort landen Gewinne und Verluste aus Krypto-Verkäufen innerhalb der Jahresfrist. Übersteigen die Verluste die Gewinne eines Jahres, geht der Rest nicht verloren, sondern wird nach Paragraf 10d des Einkommensteuergesetzes gesondert festgestellt und in andere Jahre übertragen.
Dieser Mechanismus ist der Grund, warum die Einordnung eines Hack-Verlusts überhaupt Geld wert wäre: Ein anerkannter Verlust würde nicht nur das laufende Jahr entlasten, sondern über den Vortrag auch künftige Krypto-Gewinne. Genau deshalb lohnt der Blick auf den eigenen Bestand an Altverlusten, den wir im Beitrag zum Krypto-Verlustvortrag aufgeschlüsselt haben.
Börseninsolvenz statt Hack: Wann aus dem Ausfall doch ein Verlust wird
Ein verwandter Fall wird anders behandelt, und die Unterscheidung ist für Betroffene bares Geld wert. Wird eine Börse insolvent, gibt es ein förmliches Verfahren mit Forderungsanmeldung, Quote und Abschluss. Am Ende steht ein Vorgang, der sich beziffern und belegen lässt, und damit rückt die steuerliche Anerkennung in Reichweite, während beim reinen Diebstahl jeder formale Anknüpfungspunkt fehlt. Ob deine Coins in einem solchen Verfahren überhaupt zur Insolvenzmasse gehören, hängt an der Verwahrform; wir haben das im Beitrag zur Aussonderung bei einer insolventen Krypto-Börse auseinandergenommen.
Für die Praxis heißt das: Prüfe zuerst, in welchem Verfahren du dich befindest. Ein Hack mit anschließender Erstattung aus einem Schutzfonds ist steuerlich etwas anderes als ein Insolvenzverfahren mit Quote, und beides ist wiederum etwas anderes als ein Token, für den kein Handelspaar mehr existiert.
Bestand auf der Börse begrenzen: Was die Steuerregel für deine Verwahrung bedeutet
Aus der steuerlichen Systematik folgt eine unbequeme Konsequenz für die Verwahrung. Weil ein Hack-Verlust nach heutiger Praxis steuerlich folgenlos bleibt, trägt ein Guthaben auf einer Handelsplattform ein Risiko, das an keiner Stelle abgefedert wird. Die übliche Faustregel, nur so viel auf der Börse zu lassen, wie für den laufenden Handel nötig ist, bekommt dadurch ein zweites Argument neben dem reinen Sicherheitsgedanken.
Wer größere Bestände hält und sie länger halten will, verlagert sie üblicherweise in eigene Verwahrung. Welche Geräte dafür in Frage kommen, worin sie sich unterscheiden und welche Fehler beim Einrichten teuer werden, steht in unserem Hardware-Wallet-Vergleich. Wichtig für die Steuer: Ein Transfer auf die eigene Wallet ist kein Verkauf und unterbricht die Haltefrist nicht, er muss aber als interner Transfer dokumentiert sein, damit ihn das Finanzamt später nicht als Veräußerung liest.
Marken, an denen du die Lage erkennst
Zwei Signale sind es wert, beobachtet zu werden. Bleibt der Auszahlungsfahrplan eines betroffenen Anbieters bestehen und laufen die angekündigten Stufen tatsächlich an, spricht das für eine geordnete Abwicklung. Wird er dagegen verschoben, gedeckelt oder ohne Begründung ausgesetzt, verschiebt sich der Fall in Richtung eines Ausfalls, und dann werden die Unterlagen aus dem Abschnitt weiter oben zur wichtigsten Habe, die du in dieser Sache noch hast.
Gestohlene Coins und die Steuer: Was du daraus mitnimmst
- Erwarte für den Hack-Verlust keine steuerliche Entlastung, aber rechne trotzdem nach. Prüfe, ob du im selben Jahr Gewinne innerhalb der Jahresfrist realisiert hast, denn diese bleiben steuerpflichtig. Ein Werkzeug, das deine Vorgänge sauber mitschreibt, macht diese Rechnung in Minuten statt in Tagen; die verfügbaren Programme haben wir im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools gegenübergestellt.
- Sichere heute die Unterlagen, die du morgen nicht mehr bekommst. Transaktionsexport, Kontostand vor dem Vorfall, Mitteilung des Anbieters, Kursnachweis zum Stichtag und Transaktions-IDs. Wenn dich der Fall zur Selbstverwahrung bewegt, findest du die passenden Geräte im Hardware-Wallet-Vergleich.
- Prüfe den Zulassungsstatus deines Handelsplatzes, bevor du das nächste Guthaben dort parkst. Eine Zulassung nach der europäischen Kryptomarktverordnung ändert nichts an der Steuerregel, aber sie ändert die Pflichten des Anbieters und deine Beschwerdewege. Welche Plattformen für deutsche Kunden zugelassen sind, zeigt unsere Übersicht der regulierten Krypto-Börsen.
(Stand: 26. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Steuerberatung. Kurse, Gebührenmodelle und Verwaltungsauffassungen ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst und kläre steuerliche Einzelfragen mit einem Steuerberater.)
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.
Verwandte Artikel
- Zwangsverkauf an der Krypto-Börse: Welcher Zeitpunkt für die Haltefrist zählt und was du dokumentieren musst
- Bitcoin durch Wallet-Hack verloren: Steuer in Österreich?
- Liquidity Pools und Steuern: Einzahlung, Rewards, Ausstieg
- Gefälschte BMF-Schreiben: Warum niemand 19 Prozent Mehrwertsteuer auf deinen Krypto-Kauf verlangen darf
- Mehrere Wallets und Börsen: So wird der Krypto-Gewinn berechnet
Welche Themen sollen wir vertiefen?
Wähle aus, was dich aktuell beschäftigt. Deine Auswahl fließt direkt in unsere Themenplanung ein.
Crypto-News, die wirklich Mehrwert bringen.
Wöchentlich. 60 Sekunden Lesezeit. Sorgfältig kuratiert von unserer Redaktion: kein Hype, keine Werbe-Mails, kein Spam.
September 9, 2026 2:34 PM

Bitcoin 29 Prozent unter Vorjahr: Welche Krypto-Verluste du vor Ablauf der Jahresfrist noch nutzen kannst
Neun von zehn großen Kryptowerten notieren heute tiefer als vor genau zwölf Monaten, Bitcoin allein 29,2 Prozent. Wir haben die Kursreihen selbst gemessen und zeigen, warum über den Steuerwert deines Verlusts allein das Kaufdatum entscheidet.
July 2, 2026 12:00 PM

Krypto vor Jahren gekauft: Wie berechne ich Anschaffungskosten und Gewinn?
Vor Jahren Krypto gekauft? So berechnen Sie Anschaffungskosten, Gewinn, Haltefrist und Nachweise für die Steuererklärung korrekt.
September 23, 2026 10:54 AM

Krypto-Börse wechseln: Was mit Haltefrist und Steuer beim Übertragen passiert
Ein Transfer auf eine andere Börse oder in die eigene Wallet löst keine Steuer aus und setzt die Jahresfrist nicht zurück. Verloren gehen dabei die Anschaffungsdaten, und genau die brauchst du später als Nachweis.
September 23, 2026 10:39 AM

Airdrop versteuern: Wann Gratis-Coins in Deutschland steuerpflichtig sind
Ob du einen Airdrop versteuern musst, entscheidet eine einzige Frage: Hast du für die Coins etwas getan? Dieser Ratgeber führt durch beide Fälle, die Bewertung zum Marktkurs und die Nachweise, die das Finanzamt seit dem Veranlagungszeitraum 2025 verlangt.
August 11, 2026 6:18 AM

Bitcoin-Sparplan und Steuer: Wie Haltefrist, FIFO und Freigrenze bei monatlichen Käufen zusammenspielen
Jede Sparplan-Rate ist steuerlich eine eigene Anschaffung mit eigener Haltefrist. Wie Freigrenze, Verwendungsreihenfolge und Nachweispflichten bei monatlichen Bitcoin-Käufen zusammenwirken, mit den Fundstellen aus Gesetz und BMF-Schreiben.
July 15, 2026 9:02 AM

Krypto-Steuererklärung in 7 Schritten vorbereiten
Bereite deine Krypto-Steuererklärung in 7 Schritten vor: Daten sichern, Transfers verbinden, Gewinne prüfen und Nachweise vollständig archivieren.
September 27, 2026 11:24 AM

Steuerreport der Krypto-Börse falsch: So korrigierst du ihn, bevor das Finanzamt es tut
Fehlende Anschaffungskosten, Transfers als Verkauf gebucht, neu gestartete Haltefristen: Der Report deiner Börse ist ein Hilfsmittel und kein Nachweis. Wie du ihn prüfst, korrigierst und welche Frist dabei läuft.
August 11, 2026 7:20 PM

Krypto-Kreditkarte und Steuer: Warum jede Zahlung ein Verkauf ist
Wer mit einer Krypto-Kreditkarte bezahlt, verkauft steuerlich seine Coins. Was das für Haltefrist, Freigrenze und Nachweispflichten bedeutet und welche Kartenbauart den Aufwand klein hält.
September 14, 2026 11:13 AM

Bitcoin durch Betrug verloren: Steuer in Österreich
Bitcoin durch Betrug verloren? Warum Österreich den Schaden privat meist nicht als steuerlichen Verlust anerkennt und wann Ersatzleistungen relevant werden.
August 19, 2026 11:15 AM

Krypto-Totalverlust absetzen: Wann das Finanzamt wertlose Coins anerkennt
Ein eingebrochener Token mindert deine Steuer erst, wenn du ihn tatsächlich veräußerst. Was bei Delisting, Börseninsolvenz und wertlosen Beständen nach § 23 EStG gilt und wie du Verluste verrechnest.
July 6, 2026 11:50 AM

Krypto-Steuern ohne vollständige Historie: Was tun, wenn Daten fehlen?
Fehlen Krypto-Daten für die Steuer? So rekonstruieren Anleger Transaktionen, Kaufpreise, Wallets und Nachweise für das Finanzamt.
July 21, 2026 11:14 AM

Krypto-Börse insolvent: Sind verlorene Coins absetzbar?
Nach einer Krypto-Börseninsolvenz sind Coins oft nicht sofort steuerlich absetzbar. Wann Verluste anerkannt werden können und welche Nachweise nötig sind.
September 25, 2026 11:35 PM

Krypto-Haltefrist wackelt: Was du vor dem 31. Dezember prüfen musst
Ein CDU-Bundestagsabgeordneter stellt klar: Der Koalitionsvertrag garantiert den Fortbestand der einjährigen Haltefrist für Kryptowerte nicht. Was das für deine Anschaffungen vor dem geplanten Stichtag 31. Dezember 2026 bedeutet.
July 13, 2026 3:32 PM

Krypto-Steuern bei wenigen Trades: Das ist wichtig
Wenige Krypto-Trades? Erfahren Sie, wann Verkauf, Tausch, Haltefrist, Gebühren und die 1.000-Euro-Freigrenze steuerlich relevant werden.
September 16, 2026 5:22 PM

Bitcoin beleihen statt verkaufen: Wann in Deutschland trotzdem Steuer anfällt
Bitcoin als Kreditsicherheit zu hinterlegen ist in Deutschland kein Verkauf, denn die Coins bleiben dir nach § 39 der Abgabenordnung steuerlich zugerechnet. Steuerpflichtig wird erst die Verwertung, und dann entscheidet allein, wie lange du die Coins vorher gehalten hast.
July 3, 2026 9:07 AM

Stablecoins und Steuern: Was bei USDT, USDC und Co. gilt
USDT, USDC und andere Stablecoins können steuerlich relevant sein. Erfahren Sie, wann Tausche, Gewinne, Haltefrist und Nachweise wichtig werden.
September 11, 2026 10:56 AM

Bitcoin-Steuerprüfung: Welche Nachweise Österreich verlangt
Welche Bitcoin-Belege kann das österreichische Finanzamt prüfen? Entscheidend sind Kaufdaten, Wallet-Transfers, Anschaffungskosten und Verkaufserlöse.
September 18, 2026 10:38 AM

Bitcoin und Wegzugsbesteuerung: Was beim Umzug ins Ausland gilt
Wer mit Bitcoin auswandert, rechnet mit einer Wegzugsteuer auf die stillen Reserven und findet im Gesetz nichts davon. Wo die echten Risiken liegen, entscheidet sich an vier Punkten: Wohnsitz, Haltefrist, Rechtsform deiner Anlage und der automatischen Meldung ab 2026.
September 17, 2026 10:56 PM

Bitcoin mit Verlust verkaufen und sofort zurückkaufen: Was das mit deiner Haltefrist macht
Deutschland kennt keine Wash-Sale-Regel: Der Verlust bleibt anerkannt, auch wenn du sofort zurückkaufst. Der Rückkauf startet aber für jede neue Einheit die Jahresfrist von vorn.
September 7, 2026 11:25 PM

Krypto-Haltefrist: Was nach dem Ende der Mitzeichnung für Petition 201716 am 15. September passiert
Stand 27.09.2026, Rückblick: Die Mitzeichnungsfrist der Bundestags-Petition 201716 zum Erhalt der einjährigen Haltefrist lief am 15. September 2026 ab. Der Beitrag erklärt, was an diesem Tag endete, wie es im Petitionsausschuss weitergeht und warum kein Anleger deshalb verkaufen muss.
August 10, 2026 4:36 PM

Revolut streicht USDT: Zwangsumtausch zum 31. August 2026 wird zum steuerpflichtigen Verkauf
Revolut nimmt USDT zum 31. August 2026 vom Tisch: Kaeufe sind bereits gestoppt, Einzahlungen gesperrt, und wer bis zur Frist nicht handelt, erlebt einen automatischen Umtausch, der steuerlich als Verkauf zaehlt. Der Beitrag erklaert die Fristen, die steuerliche Einordnung nach Paragraf 23 EStG und was du jetzt tun kannst.
July 13, 2026 8:30 AM

Krypto-Gebühren richtig erfassen: Kauf, Verkauf, Transfer
So erfassen Sie Krypto-Gebühren bei Kauf, Verkauf, Swap und Wallet-Transfer korrekt und vermeiden falsche Anschaffungskosten und Gewinne.
August 17, 2026 12:22 PM

Euro-Handelspaare bei Krypto-Börsen: Bei Coinbase Exchange haben 34 von 399 Werten ein Euro-Orderbuch
Wir haben am 17. August 2026 die Marktverzeichnisse von vier Krypto-Börsen ausgezählt: 2.629 aktive Handelspaare, 821 Basiswerte. Fehlt das Euro-Paar, wird aus einem Kauf eine Kette aus zwei Geschäften, und der Zwischenschritt ist steuerlich ein eigener Vorgang.
July 14, 2026 12:18 PM

Staking Rewards dokumentieren: So vermeidest du Fehler
Staking Rewards richtig dokumentieren: Erfahre, welche Daten, Kurse und Claiming-Zeitpunkte für Steuer und späteren Verkauf wichtig sind.
August 10, 2026 12:49 PM

Tokenisierte Aktien versteuern in Deutschland: Wann die einjährige Haltefrist gilt und wann die Abgeltungsteuer greift
Wer eine tokenisierte Aktie kauft, rechnet oft mit der Krypto-Regel: ein Jahr halten, dann steuerfrei. Bei diesen Produkten trägt die Annahme meist nicht. Der Beitrag zeigt anhand des Gesetzestextes, welches Merkmal über das Steuerregime entscheidet und wie du es in den Emittentenunterlagen findest.
August 27, 2026 4:52 AM

Krypto-Gewinne 2026: Warum die Steuervorauszahlung am 10. September über deine Zinslast entscheidet
Am 10. September wird die dritte Einkommensteuer-Vorauszahlung fällig, für die meisten Krypto-Anleger aber gar keine festgesetzt. Wir haben vier Vorschriften im Volltext geprüft und zeigen, ab wann der Zinslauf für 2026 startet und wie du ihn selbst verkleinerst.
Vielleicht auch interessant



