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Ist Chainlink zum aktuellen Kurs ein guter Kauf?

Chainlink hat sich vom Jahrestief verdoppelt und notiert klar über beiden gleitenden Durchschnitten. Was Chartlage, RSI und Angebotsmechanik für einen Einstieg bedeuten — und was gegen einen Kauf spricht.

Blaues Metallobjekt aus zwei ineinandergreifenden Sechsecken vor Bildschirmen mit steigenden Kerzencharts
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Chainlink kostet am 1. Oktober 2026 rund 14,40 US-Dollar. Das sind 38,6 Prozent weniger als auf dem Zwölfmonatshoch von 23,46 US-Dollar am 7. Oktober 2025 und 100,2 Prozent mehr als auf dem Zwölfmonatstief von 7,19 US-Dollar vom 1. Juli 2026. Der Kurs hat sich damit vom Jahrestief verdoppelt und notiert klar über beiden gleitenden Durchschnitten. Ist Chainlink zum aktuellen Kurs ein guter Kauf oder eine Erholung, die das meiste bereits vorweggenommen hat?

cryptoticker.io hat die Kursdaten für diese Analyse am 1. Oktober 2026 selbst erhoben, ausgewertet haben wir die Tagesschlusskurse der vergangenen 365 Handelstage. Die Kennzahlen berechnen wir mit Standardformeln: den 200-Tage-Durchschnitt und den 50-Tage-Durchschnitt als exponentiell gewichtete Mittel, den RSI über 14 Tage nach Wilder. Alle Werte beziehen sich auf diesen Stand und ändern sich mit jedem Handelstag.

Der Chainlink-Kurs liegt mit 14,40 US-Dollar über beiden Linien, und der Abstand ist seit September gewachsen. Der 200-Tage-Durchschnitt notiert bei 10,69 US-Dollar, der Kurs steht 34,7 Prozent darüber. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 11,96 US-Dollar, auch ihn hat LINK um 20,4 Prozent hinter sich gelassen. Wer die einfache Variante bevorzugt: Das arithmetische Mittel der letzten 200 Tage liegt bei 9,53 US-Dollar, das der letzten 50 Tage bei 11,85 US-Dollar. Der Kurs steht damit über allen vier Marken; die nächstgelegene Linie unter ihm ist der 50-Tage-Durchschnitt von 11,96 US-Dollar.

Liniendiagramm: Chainlink-Kursverlauf der vergangenen 365 Tage mit 200- und 50-Tage-Durchschnitt
Chainlink-Kurs und gleitende Durchschnitte, eigene Berechnung aus CoinGecko-Tagesschlusskursen

Die Zone, in der sich der Handel zuletzt abspielte, hat sich erneut nach oben verschoben. Zwischen dem 22. September und dem 30. September 2026 pendelten die Tagesschlusskurse zwischen 12,35 und 15,44 US-Dollar, der letzte Schluss lag bei 14,36 US-Dollar. Der aktuelle Kurs von 14,40 US-Dollar liegt 0,2 Prozent über diesem Schluss, die Bewegung der vergangenen 24 Stunden ist damit praktisch eine Seitwärtsbewegung. Nach unten dient der 50-Tage-Durchschnitt bei 11,96 US-Dollar als erste Auffanglinie, darunter folgt der 200-Tage-Durchschnitt von 10,69 US-Dollar und erst danach das Zwölfmonatstief von 7,19 US-Dollar. Nach oben stehen bis zum Zwölfmonatshoch von 23,46 US-Dollar keine Marken im Weg, die der Kurs in diesem Jahr verteidigt hätte.

Über ein Jahr betrachtet bleibt die Bilanz negativ: Am 2. Oktober 2025 kostete LINK noch 22,58 US-Dollar, das ergibt ein Minus von 36,2 Prozent. Auf drei Monate hat sich das Bild dagegen deutlich gedreht, dort steht ein Plus von 80,7 Prozent. Über 30 Tage kommen 28,2 Prozent hinzu, über sieben Tage 9,0 Prozent. Anders als bei der vorherigen Auswertung stammt die Aufwärtsbewegung damit nicht nur aus dem Quartal, sondern auch aus dem vergangenen Monat.

Skala: Position des Chainlink-Kurses zwischen Jahrestief und Jahreshoch mit beiden Durchschnitten
Der Chainlink-Kurs im Verhältnis zu Jahrestief, Jahreshoch und den beiden Durchschnitten

Für die Trendfrage ist die Lage der Durchschnitte zueinander aussagekräftiger als jede einzelne Tageskerze. Der 50-Tage-Durchschnitt von 11,96 US-Dollar liegt über dem 200-Tage-Durchschnitt von 10,69 US-Dollar, und der Vorsprung ist von vier auf zwölf Prozent gewachsen. Der kürzere Durchschnitt hat den längeren im September von unten geschnitten, der Kurs notiert über beiden, und beide Linien steigen: Nach der üblichen Lesart ist der Abwärtstrend damit gebrochen und die Trendwende seither bestätigt. Der Befund trägt, solange LINK über 10,69 US-Dollar schließt; fällt der Kurs darunter zurück, war der Anstieg von 7,19 US-Dollar auf 14,40 US-Dollar eine Gegenbewegung mit offenem Ausgang. Wie sich die Marken weiterentwickeln, verfolgen wir laufend in der Chainlink Kurs Prognose.

Der RSI über 14 Tage steht bei 63,0 Punkten, das ist die obere Hälfte der Skala. Unter 30 gilt ein Markt als überverkauft, über 70 als überkauft, und beides liefert Einstiegsargumente. Bei 63,0 Punkten liefert der Indikator keines, er zeigt aber einen Markt mit Aufwärtsdrall statt einer Zwischenlage. Bemerkenswert ist dabei, dass der Indikator trotz eines um 20 Prozent höheren Kurses nur geringfügig über dem Septemberwert liegt: Der Anstieg ist gleichmäßig gelaufen, nicht in einem Sprung. Anfang Juli, als LINK bei 7,19 US-Dollar notierte, sah das anders aus. Diesen Abschlag hat der Markt inzwischen abgearbeitet.

Für einen Einstieg heißt das zweierlei. Erstens kaufst du zum aktuellen Kurs keine Panik mehr, sondern eine bereits gelaufene Erholung. Zweitens definiert die Lage der Durchschnitte, wo dein Einstieg widerlegt wäre: Fällt der Kurs unter den 200-Tage-Durchschnitt von 10,69 US-Dollar und schließt dort mehrere Tage, ist der Trendwechsel als gescheitert zu betrachten. Hält sich LINK dagegen über dem 50-Tage-Durchschnitt von 11,96 US-Dollar, bleibt der Weg in Richtung des Zwölfmonatshochs von 23,46 US-Dollar technisch offen. Ein Indikatorstand von 63,0 Punkten sagt nichts darüber, welche der beiden Varianten eintritt.

In den vergangenen 24 Stunden wurden LINK im Wert von 580,8 Millionen US-Dollar gehandelt. Der Durchschnitt der letzten 30 Tage liegt bei 901,7 Millionen US-Dollar, der der letzten 90 Tage bei 477,6 Millionen. Der Monatswert ist allerdings von zwei Ausreißertagen am 9. und 10. September geprägt, an denen 3,9 beziehungsweise 6,9 Milliarden US-Dollar umgesetzt wurden. Ohne diese beiden Tage liegt der Monatsschnitt bei 580,8 Millionen, der Median bei 581,8 Millionen. Das aktuelle Volumen entspricht damit genau dem Niveau eines normalen Handelstages dieses Monats.

Der Jahresvergleich fällt diesmal zugunsten der Nachfrage aus. Im Mittel der vergangenen 365 Tage wurden täglich 493,1 Millionen US-Dollar umgesetzt; der bereinigte Monatsschnitt von 580,8 Millionen liegt knapp 18 Prozent darüber. Die Aufmerksamkeit für Chainlink hat das Jahresmittel also nicht nur eingeholt, sondern überschritten, und zwar nicht durch einzelne Ausreißer, sondern im Median. Als Prüfgröße für die kommenden Wochen taugt der 90-Tage-Schnitt von 477,6 Millionen US-Dollar. Bleibt das tägliche Volumen darüber, trägt die Nachfrage. Fällt es darunter zurück, war der Anstieg der vergangenen Wochen dünn unterlegt.

Die Angebotsmechanik ist bei LINK von Beginn an festgelegt. Die Maximalmenge beträgt eine Milliarde Token, im Umlauf sind 748,1 Millionen. Rund ein Viertel des Gesamtbestands kann also noch in den Markt kommen. Dieses Angebot entsteht nicht durch Mining, es liegt bereits in Reserven und Förderprogrammen. Für dich als Käufer bedeutet das ein kalkulierbares, aber vorhandenes Verwässerungsrisiko. Die Marktkapitalisierung liegt bei 10,77 Milliarden US-Dollar, damit steht Chainlink auf Rang 13 der nach Marktwert größten Kryptowerte.

Balkengrafik: Umlaufmenge von Chainlink im Verhältnis zur maximalen Ausgabemenge
Angebotsstruktur von Chainlink nach Daten von CoinMarketCap

Der Nutzen des Netzwerks liegt in der Zulieferung externer Daten an Blockchains. Kursdaten, Zinssätze oder Zufallszahlen kommen über sogenannte Oracles in Smart Contracts, und LINK ist die Einheit, in der diese Dienste bezahlt und besichert werden. Die technische Funktionsweise dokumentiert das Projekt in seinen Entwicklerunterlagen zu den Datenfeeds. Für Halter kommt die Möglichkeit hinzu, Token zu verpfänden und dafür eine Vergütung zu erhalten. Welche Anbieter das zu welchen Bedingungen unterstützen, zeigt unser Vergleich der besten Staking-Plattformen.

Beim Rechtsrahmen ist die Richtung für europäische Anleger vorgezeichnet. Die einheitlichen Regeln für Kryptomärkte gelten seit 2024 und werden von der europäischen Wertpapieraufsicht begleitet, deren Veröffentlichungen du bei der ESMA nachlesen kannst. Für Infrastrukturprojekte wirkt Regulierung nach unserer Einschätzung tendenziell als Rückenwind, weil regulierte Institute klare Vorgaben brauchen, bevor sie externe Datendienste einbinden. Ein belegter Kurszusammenhang ist das nicht.

  • Der Abstand nach oben ist groß. Vom Zwölfmonatshoch von 23,46 US-Dollar trennen den Kurs 38,6 Prozent. Wer davon ausgeht, dass die Nachfrage nach Datendiensten zurückkommt, kauft bei 14,40 US-Dollar nicht auf einem Hoch ein.
  • Die Trendwende ist bestätigt. Plus 80,7 Prozent in 90 Tagen, plus 28,2 Prozent in 30 Tagen und ein Kurs oberhalb beider steigender Durchschnitte — 11,96 US-Dollar auf 50 Tage, 10,69 US-Dollar auf 200 Tage — zeigen, dass Käufer den Bereich um 7,19 US-Dollar verteidigt, danach übernommen und die Bewegung seit September fortgesetzt haben.
  • Die Nachfrage ist mitgewachsen. Der um die beiden Ausreißertage bereinigte Monatsschnitt von 580,8 Millionen US-Dollar liegt knapp 18 Prozent über dem Jahresmittel von 493,1 Millionen. Der Kursanstieg ist damit nicht auf dünnem Markt entstanden.
  • Der Anstieg ist bereits gelaufen. Über 90 Tage steht ein Plus von 80,7 Prozent, über 30 Tage ein Plus von 28,2 Prozent. Wer jetzt kauft, zahlt nach der Bewegung; über zwölf Monate steht weiterhin ein Minus von 36,2 Prozent.
  • Der Abstand zur Absicherung ist groß. Zwischen dem Kurs von 14,40 US-Dollar und dem 50-Tage-Durchschnitt von 11,96 US-Dollar liegen 20,4 Prozent, bis zum 200-Tage-Durchschnitt von 10,69 US-Dollar sind es 34,7 Prozent. Ein Rücksetzer auf die erste belastbare Linie kostet also rund ein Fünftel, und das ist der Preis dafür, erst nach der Bestätigung zu kaufen.
  • Der Indikator gibt keinen Rabatt her. Bei einem RSI von 63,0 Punkten kaufst du über dem durchschnittlichen Preis der letzten Wochen. Das Zwölfmonatstief von 7,19 US-Dollar liegt 50,0 Prozent unter dem aktuellen Kurs und bleibt erreichbar.

LINK ist an allen größeren Handelsplätzen mit Euro-Paaren verfügbar. Preisunterschiede entstehen weniger beim Kurs als bei den Gebühren und beim Spread. Üblich sind bei Börsen mit Orderbuch Kommissionen im Bereich einiger Zehntel Prozent je Handel, bei Brokern mit festen Kaufpreisen steckt der Aufschlag im Spread und ist schwerer sichtbar. Welche Anbieter in unseren Tests bei Kosten und Bedienung vorne liegen, steht im Vergleich der besten Krypto-Börsen. Wer Wert auf europäische Aufsicht legt, findet die Auswahl unter den regulierten Kryptobörsen.

Balkengrafik: 90-Tage-Kursveränderung der größten Kryptowerte, Chainlink hervorgehoben
Chainlink im Vergleich zu den übrigen großen Kryptowerten über 90 Tage

Für den deutschsprachigen Raum sind zwei Wege üblich. Anbieter mit einfacher Oberfläche und Sparplanfunktion eignen sich für regelmäßige Käufe, unsere Erfahrungen dazu stehen im Testbericht zu Bitpanda. Wer selbst ins Orderbuch schaut und Limitorders nutzt, zahlt bei klassischen Börsen meist weniger, dazu haben wir Kraken getestet. Prüfe die Gebühren vor dem Kauf beim Anbieter selbst, sie ändern sich ohne Vorlauf.

Bleibt die Verwahrung. Für kurzfristige Positionen ist die Börse praktisch, bei längeren Haltefristen verlagert sich das Risiko vom Kurs auf den Verwahrer. Eine eigene Hardware-Wallet löst dieses Risiko gegen den Preis, dass du selbst für die Sicherung deiner Zugangsdaten haftest. Die Geräte, die wir empfehlen, findest du im Hardware-Wallet-Vergleich.

Kurzfristig, also auf Sicht von Wochen, hat sich die Lage weiter aufgehellt. Der Kurs von 14,40 US-Dollar steht 34,7 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 10,69 US-Dollar, der RSI von 63,0 Punkten liegt in der oberen Hälfte, ohne überkauft zu sein, und das Volumen übertrifft mit 580,8 Millionen US-Dollar das Jahresmittel. Wer auf diesen Zeitraum setzt, kauft eine Wette darauf, dass die Käufer den 50-Tage-Durchschnitt von 11,96 US-Dollar verteidigen — und nimmt in Kauf, dass dieser Puffer 20 Prozent unter dem Einstieg liegt. Diese Annahme gilt als widerlegt, sobald LINK mehrere Tagesschlusskurse unter 10,69 US-Dollar produziert.

Langfristig hängt die Bewertung an der Frage, ob externe Daten für Blockchains ein Geschäft bleiben, in dem dieses Netzwerk gesetzt ist. Fällt die Antwort positiv aus, ist ein Kurs 38,6 Prozent unter dem Zwölfmonatshoch ein anderer Ausgangspunkt als einer nahe der Hochs. Fällt sie negativ aus, schützt die Maximalmenge von einer Milliarde Token nicht vor weiteren Verlusten, und das Zwölfmonatstief von 7,19 US-Dollar markiert keine Untergrenze. Aus diesen Zahlen folgt keine Kaufempfehlung, wohl aber die Bedingung, unter der die eigene Annahme falsch war.

  1. Der Kurs von 14,40 US-Dollar liegt über dem 50-Tage-Durchschnitt von 11,96 und dem 200-Tage-Durchschnitt von 10,69 US-Dollar. Der kürzere Durchschnitt hat den längeren von unten geschnitten, beide Linien steigen, die Trendwende ist damit bestätigt; weiterverfolgt wird sie in der Chainlink Prognose.
  2. Ein RSI von 63,0 Punkten und ein bereinigtes Monatsvolumen von 580,8 Millionen US-Dollar sprechen für eine gelaufene Erholung mit tragender Nachfrage, aber ohne Rabatt. Wer trotzdem kauft, sollte die Kosten kennen, die im Börsenvergleich stehen.
  3. Zwölfmonatstief 7,19 und Zwölfmonatshoch 23,46 US-Dollar spannen den Rahmen des vergangenen Jahres. Wer länger halten will, klärt die Verwahrung vorab, etwa mit dem Hardware-Wallet-Vergleich.

Offenlegung: Einige der in diesem Artikel genannten Anbieter arbeiten über Partnerprogramme mit uns zusammen. Auf die Kursanalyse und die Bewertung der Chartlage hat das keinen Einfluss; die Kursdaten stammen aus einer öffentlichen Marktdatenquelle und sind dort nachprüfbar.

(Stand: 1. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse, Gebühren und Konditionen ändern sich; prüfe sie vor jedem Kauf beim Anbieter selbst. Kryptowerte unterliegen hohen Kursschwankungen, ein Totalverlust ist möglich.)

Häufige Fragen zu Chainlink (LINK)

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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