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Ethereum Prognose: Glamsterdam forkt Hoodi am 26. Oktober, Gaslimit 200 Millionen: Das solltest du beachten

Einordnung: Das Ethereum-Upgrade Glamsterdam forkt das Testnetz Hoodi am 26. Oktober um 17:42:48 UTC, das Gaslimit steigt dort auf 200 Millionen. Ein Termin für das Hauptnetz fehlt weiterhin, und genau daran hängt, was der Fork für den ETH-Kurs bei 2.406 Dollar wert ist.

Langer Gang zwischen zwei Reihen dunkler Serverschränke in einem Rechenzentrum bei Nacht, am Ende des Gangs ist das Ethereum-Zeichen als tiefe Gravur in die Betonstirnwand eingeschnitten
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Kategorien: Ethereum

Belegt ist: In der Aktivierungstabelle von EIP-7773, dem Sammel-EIP zu Glamsterdam, steht für das Testnetz Hoodi die Epoche 132.352 und der Zeitstempel 1793036568. Das ist Montag, der 26. Oktober 2026, um 17:42:48 UTC. Mit derselben Epoche steigt das Gaslimit auf Hoodi auf 200 Millionen. Die Zeile für das Hauptnetz ist in derselben Tabelle leer; sie wird erst gefüllt, wenn die Client-Teams einen Termin festlegen. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Für den Kurs ist der Fork auf Hoodi ein Zwischenschritt und kein Ereignis.

Ether notiert am Donnerstagmorgen, dem 22. Oktober, bei 2.406,36 Dollar und damit 1,96 Prozent unter dem Stand von vor 24 Stunden (CoinGecko, Abruf um 08:43 UTC). Das Tageshoch lag bei 2.518,86 Dollar. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere Ethereum Prognose ein. Dieser Text bleibt bei dem, was bis zum 26. Oktober nachprüfbar ist.

Glamsterdam forkt Hoodi am 26. Oktober um 17:42:48 UTC

Hoodi ist eines der öffentlichen Testnetze von Ethereum. Es bildet das Hauptnetz mit echten Validatoren nach, nur mit wertlosen Token, und dient als letzte Probe vor einem Fork im Hauptnetz. Ein Fork, auch Hardfork genannt, ist eine Regeländerung, die alle Knoten zum selben Zeitpunkt übernehmen müssen. Wer die alte Software weiterfährt, fällt aus dem Konsens und sieht ab der Fork-Epoche eine andere Blockchain als der Rest des Netzes.

Die Ethereum Foundation hat den Hoodi-Termin am 16. Oktober bekannt gegeben. Die Zahlen dahinter stehen offen in EIP-7773: Epoche 132.352, Slot 4.235.264, Unix-Zeitstempel 1793036568. Wer nachrechnen möchte, braucht dafür kein Werkzeug von uns, sondern nur die Tabelle im Hardfork-Meta zu Glamsterdam. Daneben steht dort die bereits gelaufene Aktivierung auf Sepolia mit Epoche 353.024, am 6. Oktober 2026 um 13:53:36 UTC.

Für Halter in Deutschland folgt daraus zunächst nichts. Ein Testnetz-Fork bewegt keine echten Guthaben, löst keine Transaktion aus und erzeugt keinen neuen Token. Wer in den nächsten Tagen eine Nachricht über einen angeblichen Glamsterdam-Token oder eine Verteilung an ETH-Halter liest, liest eine Fälschung: In den 18 Vorschlägen, die EIP-7773 unter „Scheduled for Inclusion“ führt, steht keine Ausschüttung.

Gaslimit 200 Millionen: Hoodi zieht auf das Niveau von Sepolia nach

Gas ist die Recheneinheit, in der Ethereum den Aufwand einer Transaktion misst. Das Gaslimit eines Blocks begrenzt, wie viel Arbeit in einen Block passt. Steigt das Limit, passen mehr Transaktionen in denselben Block, und bei gleichbleibender Nachfrage sinkt der Preis je Transaktion. Auf Hoodi springt dieses Limit mit der Fork-Epoche auf 200 Millionen und erreicht damit den Wert, den Sepolia seit dem 6. Oktober fährt.

Der Sprung ist nicht automatisch der Sprung, den die Zahl verspricht. Auf Sepolia zeigte sich am 6. Oktober, dass ein höheres Protokolllimit allein wenig bewirkt, solange die Validatoren-Software die Blöcke kleiner baut. Dort war kurzfristig die Prysm-Version 7.2.1 nötig, damit die Validatoren überhaupt Blöcke mit 200 Millionen Gas erzeugten, statt bei der alten Grenze zu bleiben. Ein Limit ist eine Obergrenze und kein Befehl.

Praktisch heißt das für das Hauptnetz später: Mehr Platz je Block drückt die Gebühren nur, wenn die Nachfrage gleich bleibt und die Client-Teams die höhere Grenze auch ausfahren. Wer heute ETH von einer Börse in die eigene Verwahrung holen will, rechnet deshalb weiter mit den aktuellen Gebühren und nicht mit denen nach einem Fork ohne Datum. Welche Handelsplätze beim Abheben welche Netzgebühr weitergeben, zeigt unser Vergleich der Krypto-Börsen.

Dreispuriger Straßentunnel bei Nacht, die rechte Spur ist frisch freigegeben, die Leitlinien glänzen im Scheinwerferlicht
Mehr Gas je Block heißt mehr Platz je Block. Ob der Platz genutzt wird, entscheidet die Nachfrage und nicht das Limit.

EIP-7732 verlagert die Blockauktion in das Konsensprotokoll

Das größte Stück an Glamsterdam ist EIP-7732, die Enshrined Proposer-Builder Separation, kurz ePBS. Heute läuft die Arbeitsteilung zwischen dem Validator, der einen Block vorschlägt, und dem spezialisierten Builder, der ihn zusammenstellt, über Software außerhalb des Protokolls. Der Validator muss dem Builder und einem Relay vertrauen, dass der versprochene Block tatsächlich geliefert wird.

Mit EIP-7732 wird aus diesem Vertrauen eine Protokollregel. Ein eigenes Komitee, das Payload Timeliness Committee, bezeugt, ob der Builder seine Nutzlast samt Blob-Daten rechtzeitig offengelegt hat. Fällt das Zeugnis negativ aus, greift die Regel des Protokolls statt einer Absprache zwischen zwei Firmen. Den vollständigen Text führt das EIP-7732 im offiziellen Register.

Für Anleger ist daran dreierlei greifbar. Erstens sinkt die Abhängigkeit von wenigen Relays, was die Zensur einzelner Transaktionen erschwert. Zweitens ändert sich, wie die Einnahmen aus der Blockreihenfolge beim Validator ankommen. Drittens bekommt jeder Knotenbetreiber neue Software, und neue Software ist der häufigste Grund, warum Validatoren an einem Fork-Tag Strafen kassieren.

EIP-7928 protokolliert jeden berührten Speicherplatz im Block

Das zweite große Stück ist EIP-7928, die Block-Level Access Lists. Eine solche Liste hält fest, welche Konten und welche Speicherplätze ein Block angefasst hat und welche Zustandsänderungen daraus entstanden sind. Der Nutzen ist technischer Natur: Wer einen Block prüft, kann die nötigen Daten vorher laden und mehrere Transaktionen nebeneinander verarbeiten, statt sie nacheinander abzuarbeiten.

Daneben stehen in EIP-7773 weitere 16 Vorschläge, die weniger Aufmerksamkeit bekommen und trotzdem im Alltag sichtbar werden. EIP-7708 lässt jede ETH-Überweisung ein Log erzeugen, was die Buchhaltung von Wallets und Steuerwerkzeugen vereinfacht. EIP-7954 hebt die maximale Vertragsgröße an. EIP-8061 erhöht die Churn-Grenze für Austritte und Konsolidierungen von Validatoren, also genau die Größe, die über die Länge der Staking-Warteschlange entscheidet. EIP-8045 schließt geslashte Validatoren vom Vorschlagen aus.

Der Status des Sammel-EIPs steht auf „Review“. In der Sprache des Registers heißt das: Die Liste ist beschlossen genug für ein Testnetz und offen genug, dass sich bis zum Hauptnetz noch etwas daran ändern kann.

Der Sepolia-Termin verschob sich um acht Tage

Hier liegt der Punkt, den die meisten Meldungen zum Fork auslassen, und er lässt sich an unserem eigenen Archiv nachmessen. Am 21. August berichteten wir unter dem Titel Glamsterdam-Termin steht: Ethereum forkt Sepolia am 28. September 2026 über den damals angekündigten Sepolia-Termin, einschließlich der Uhrzeit 14:44:48 UTC. Gelaufen ist die Aktivierung auf Sepolia dann am 6. Oktober um 13:53:36 UTC.

Zwischen dem zuerst angekündigten und dem tatsächlichen Termin lagen also acht Tage. Das ist keine Panne, sondern der normale Gang eines Upgrades, das von stabilen Devnets abhängt. Für die Erwartung an das Hauptnetz bleibt es trotzdem die wichtigste Zahl des Tages: Wer aus dem 26. Oktober einen Hauptnetz-Termin im November ableitet, rechnet mit einer Verlässlichkeit, die dieser Prozess bisher nicht gezeigt hat.

ETH bei 2.406 Dollar, 37 Dollar unter dem Stand vom 20. Oktober

In unserer Ethereum-Prognose vom 20. Oktober stand ETH bei 2.443 Dollar, während 1.155.535 ETH auf einen Staking-Platz warteten und die Wartezeit 20 Tage betrug. Seitdem hat sich der Kurs um rund 37 Dollar oder 1,5 Prozent nach unten bewegt. Die Marke von 2.500 Dollar, die damals im Raum stand, hielt der Kurs nicht: Das Tageshoch lag mit 2.518,86 Dollar zwar darüber, im Tagesverlauf fiel er aber zurück.

Drei Größen ordnen die Lage ein. Nach oben ist das Tageshoch von 2.518,86 Dollar die nächste belegbare Hürde, weil dort zuletzt Verkäufer auftraten. Nach unten liegt mit 2.396 Dollar der Stand vom 19. Oktober, an dem der Kurs schon einmal nach oben drehte. Dazwischen steht der 20. Oktober mit 2.443 Dollar. Im Verhältnis zu Bitcoin kostet ein ETH derzeit rund 0,0294 BTC, bei einem Bitcoin-Kurs von 81.880 Dollar zur selben Abrufzeit.

Dazu kommt die Fondsseite. Die US-amerikanischen Spot-Ether-Fonds verzeichneten am 19. und 20. Oktober zusammen 129,4 Millionen Dollar Nettoabflüsse. Ein Testnetz-Fork wirkt gegen solche Ströme nicht; er ändert nichts an der Menge Geld, die täglich in das Produkt hinein oder aus ihm heraus geht.

Schweres Aggregat auf einem Stahlrahmen in einer nächtlichen Werkhalle, gebündelte Messkabel laufen zu einem Leitstand
Hoodi ist der letzte große Prüfstand vor dem Hauptnetz. Erst danach setzen die Client-Teams einen Termin.

Staking, Client-Versionen und die Lage für Halter in Deutschland

Wer ETH selbst staked, also einen eigenen Validator betreibt, ist von Glamsterdam direkt betroffen, sobald das Hauptnetz an der Reihe ist. Vor jedem Fork gilt dieselbe Mechanik: Execution-Client und Consensus-Client müssen auf eine Version gehoben werden, die die neuen Regeln kennt. Wer das versäumt, verpasst Attestierungen und verliert an dem Tag Ertrag.

Beim Staking-Anbieter zählen zwei Punkte

Für Anleger, die über eine Börse, einen Pool oder einen Liquid-Staking-Dienst staken, übernimmt der Anbieter die Aktualisierung. Eine Nachfrage lohnt dennoch, und zwar nach zwei Dingen: ob der Anbieter während des Hauptnetz-Forks Ein- und Auszahlungen pausiert, und wie er die Erträge aus der Blockreihenfolge nach ePBS verbucht. Beides steht selten im Standardtext, und beides lässt sich vor dem Termin klären. Welche Dienste welche Erträge und welche Sperrfristen ausweisen, zeigt unsere Übersicht der Staking-Plattformen.

Wer ETH nur hält

Für reine Halter ändert ein Fork nichts an der Menge im Wallet. Es gibt keine Aktion, keine Bestätigung und keine Umstellung, die vom Nutzer verlangt wird. Jede Aufforderung, vor einem Upgrade eine Wallet zu „synchronisieren“, eine Seed Phrase einzugeben oder Token zu „migrieren“, ist ein Betrugsversuch. Diese Masche häuft sich erfahrungsgemäß in den Tagen vor einem angekündigten Fork-Datum.

Steuer: Staking-Erträge zählen im Jahr des Zuflusses

Für Anleger in Deutschland hängt am Staking eine steuerliche Frage, die mit dem Upgrade nicht verschwindet. Erträge aus Staking werden im Zeitpunkt des Zuflusses mit ihrem damaligen Wert erfasst, nicht erst beim späteren Verkauf. Wer im Oktober Erträge erhält, dokumentiert also den Kurs des Zuflusstages, unabhängig davon, ob er die Coins behält.

Davon zu trennen ist die Veräußerung der Coins selbst. Wie lange die Haltefrist für gestakte Bestände gilt und was sich daran zuletzt bewegt hat, hält unsere Seite zum Stand der Krypto-Haltefrist fest. Der Fork ändert an der Frist nichts: Eine Protokolländerung ist keine Veräußerung, und ein Testnetz-Fork erzeugt keinen Zufluss.

Unsere Einschätzung zur Lage vor dem Fork

Aus Sicht der Redaktion ist der 26. Oktober ein technischer Termin und kein Kurstermin. Dafür sprechen drei Belege. Die Hauptnetz-Zeile in EIP-7773 ist leer. Der Sepolia-Termin verschob sich zwischen Ankündigung und Aktivierung um acht Tage. Und die Fondsströme zeigten am 19. und 20. Oktober mit 129,4 Millionen Dollar Abfluss in die andere Richtung.

Dagegen spricht, dass Glamsterdam mit ePBS und den Access Lists zwei Änderungen trägt, die den Gebührenmarkt und die Validatoren-Erträge strukturell berühren. Fällt der Test auf Hoodi sauber aus, ist eine Hauptnetz-Ankündigung im vierten Quartal plausibel, und ein Datum wäre der erste echte Anlass, den dieses Upgrade dem Markt liefert. Eine Kaufempfehlung folgt daraus nicht; Krypto-Anlagen können bis zum Totalverlust fallen.

Glamsterdam-Fork: Ohne Hauptnetz-Termin bleibt 2.518 Dollar die Hürde

Der Fork am 26. Oktober ist ein Prüfstein, der im Kurs wenig hinterlässt, solange die nächste Zeile der Tabelle leer bleibt. Drei Schritte ordnen das ein:

  1. Den 26. Oktober, 17:42:48 UTC, als Testnetz-Termin notieren und die Hauptnetz-Zeile in EIP-7773 danach erneut ansehen. Erst ein Datum dort ist ein Anlass. Wer in der Zwischenzeit Bestände auf- oder abbauen will, findet die Gebührenmodelle im Börsenvergleich.
  2. Beim Staking-Anbieter zwei Punkte abfragen: ob er Ein- und Auszahlungen während des Hauptnetz-Forks pausiert, und wie er die Erträge nach ePBS ausweist. Die Konditionen stehen in der Staking-Übersicht.
  3. Die Marken im Blick behalten: 2.518,86 Dollar nach oben, 2.396 Dollar nach unten. Dazwischen liefert der Fork keinen eigenen Impuls.

(Stand: 22. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Glamsterdam

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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