Chainlink springt über 12 Dollar: Was LINK-Halter jetzt prüfen sollten
Chainlink steht bei 12,34 US-Dollar und damit 7,4 Prozent höher als gestern. Was am Anstieg Marktrally ist, was Chainlink selbst beisteuert und welche drei Dinge du als LINK-Halter jetzt prüfst.

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Chainlink (LINK) kostet am Freitagmorgen 12,34 US-Dollar und damit 7,4 Prozent mehr als vor 24 Stunden. Der Anstieg hat zwei Ursachen, die man auseinanderhalten sollte: Der gesamte Kryptomarkt zieht in dieser Nacht an, und zusätzlich liegt bei Chainlink selbst eine Nachricht auf dem Tisch, die Anleger seit Ende August beschäftigt. Für dich in Deutschland ist dabei ausgerechnet der Treiber der Nachricht nicht nutzbar. Warum das so ist und was du stattdessen prüfen kannst, steht in diesem Artikel.
Chainlink Kurs: 7,4 Prozent in 24 Stunden und die Spanne von 11,51 bis 12,41 Dollar
Die Zahlen stammen von CoinGecko, Stand 19. September 2026. Chainlink notiert dort bei 12,34 US-Dollar, umgerechnet 10,74 Euro. In den vergangenen 24 Stunden bewegte sich der Kurs zwischen 11,51 und 12,41 US-Dollar, das Tageshoch liegt also nur wenige Cent über dem aktuellen Stand.
Auf Wochensicht steht ein Plus von 7,3 Prozent, über 30 Tage sind es 17,3 Prozent. Die Marktkapitalisierung beträgt 9,23 Milliarden US-Dollar, womit LINK auf Rang 17 der größten Kryptowährungen liegt. Im Umlauf sind 748,1 Millionen LINK von maximal einer Milliarde, die es jemals geben wird. Das Handelsvolumen der vergangenen 24 Stunden lag bei 614,7 Millionen US-Dollar.
Ein Wert fehlt in dieser Aufzählung bewusst nicht: Das Allzeithoch von 52,70 US-Dollar stammt vom 9. Mai 2021. Vom damaligen Rekord ist der Kurs noch 76,6 Prozent entfernt. Wer LINK aus dem Zyklus 2021 im Depot hat, sitzt trotz der laufenden Erholung weiterhin deutlich im Minus.
Marktrally statt Alleingang: Wie viel am LINK-Anstieg wirklich Chainlink ist
Der Blick auf die restlichen Top-25-Werte relativiert den Sprung. Im selben Abruf legte Bitcoin um 5,9 Prozent auf 81.179 US-Dollar zu, Ethereum um 6,5 Prozent auf 2.612 US-Dollar. Solana stieg um 11,0 Prozent, XRP um 7,9 Prozent. Deutlich stärker als LINK bewegten sich NEAR mit 19,3 Prozent und Uniswap mit 14,5 Prozent.
Chainlink liegt mit 7,4 Prozent also im Mittelfeld einer breiten Aufwärtsbewegung. Das ist eine wichtige Einordnung für die eigene Entscheidung: Ein Kursplus, das der gesamte Markt zeigt, sagt wenig über die Qualität eines einzelnen Projekts aus. Wer LINK kauft, weil der Kurs heute grün ist, kauft in Wahrheit die Marktstimmung mit.
Zur Marktlage insgesamt haben wir gestern Abend die Bitcoin-Seite beleuchtet: Bitcoin wieder über 80.000 Dollar ordnet ein, woher der Schub im Gesamtmarkt kommt.
Was ein Orakel überhaupt macht
Ein Blockchain-Orakel ist ein Dienst, der Daten von außerhalb einer Blockchain in einen Smart Contract hineinträgt, etwa Kurse, Zinssätze oder Bestandsnachweise. Chainlink betreibt ein solches Orakelnetz; der Token LINK bezahlt die Knotenbetreiber, die diese Daten liefern, und dient als Sicherheitsleistung im Staking. Diese Rolle erklärt, warum Nachrichten über institutionelle Nutzung bei Chainlink stärker wirken als bei einem reinen Zahlungstoken.

Charles Schwab nimmt Chainlink auf: Was in der Mitteilung vom 27. August 2026 steht
Am 27. August 2026 hat der US-Broker Charles Schwab mitgeteilt, das Angebot in den Schwab-Crypto-Konten zu erweitern. Aufgenommen werden sollen Solana, Avalanche und Chainlink, zusätzlich zu Bitcoin und Ethereum, die dort schon handelbar sind. In der Mitteilung heißt es, die neuen Werte stünden „in den kommenden Monaten“ zum Kauf und Verkauf bereit. Ein festes Startdatum nennt das Unternehmen nicht.
Diese Nachricht wirkt nach, weil Schwab kein Kryptoanbieter ist, sondern ein etablierter Broker mit einer sehr großen Privatkundenbasis. Der Handel mit Kryptowährungen wurde dort erst im Mai 2026 für Kunden geöffnet. Dass LINK in diese Auswahl rutscht, ist für den Token eine Aufwertung gegenüber den vielen Altcoins, die in klassischen Depots nicht vorkommen.
Wichtig ist die Formulierung im Original: Es handelt sich um eine Ankündigung, nicht um einen erfolgten Start. Bis zur tatsächlichen Freischaltung kann Zeit vergehen, und das Unternehmen behält sich vor, wer ein solches Konto überhaupt eröffnen darf. Die Mitteilung findest du in voller Länge in der Pressemitteilung von Charles Schwab.
Schwab Crypto gilt nicht für Deutschland: Welcher Kaufweg dir unter MiCA bleibt
Hier kommt der Punkt, den viele Meldungen zu dieser Nachricht weglassen. In der Mitteilung steht ausdrücklich, dass Schwab-Crypto-Konten in allen US-Bundesstaaten außer New York und Louisiana verfügbar sind und weder in US-Außengebieten noch in irgendeiner internationalen Rechtsordnung angeboten werden. Für dich als Anleger in Deutschland ist dieser Kaufweg damit geschlossen.
Der Kurstreiber und dein Zugang sind also zwei verschiedene Dinge. Wer LINK hier kaufen will, nutzt einen Anbieter, der unter der EU-Verordnung MiCA zugelassen ist. MiCA regelt seit 2024 den Markt für Kryptowerte in der EU; Handelsplattformen und Verwahrer brauchen eine Zulassung als Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen, in der Verordnungssprache CASP. Welche Pflichten damit verbunden sind, haben wir im Überblick zu den MiCA-Lizenzpflichten für Krypto-Unternehmen zusammengetragen.
Praktisch heißt das: Bevor du bei einem Anbieter kaufst, prüfst du dessen Zulassung. Die BaFin führt ein öffentliches Unternehmensregister, in dem zugelassene Institute stehen, und die europäische Aufsichtsbehörde ESMA veröffentlicht ein Register der in der EU zugelassenen Kryptowerte-Dienstleister. Ein Anbieter, der dort nicht auftaucht, darf dich in Deutschland nicht regulär bewerben. Einen Marktüberblick mit Gebühren und Einzahlungswegen findest du in unserem Vergleich der besten Krypto-Börsen.
Eine Randnotiz zum Handelspaar: LINK wird in Europa häufig gegen Euro angeboten, oft aber auch nur gegen Bitcoin oder einen Stablecoin. Der Umweg über ein zweites Paar kostet dich eine zusätzliche Handelsgebühr und erzeugt steuerlich einen weiteren Vorgang, den du dokumentieren musst.
Proof of Reserve in Wyoming: Wofür eine US-Behörde das Chainlink-Orakel einsetzt
Neben der Broker-Nachricht gab es Anfang des Monats eine zweite Meldung mit institutionellem Bezug. Am 2. September 2026 hat die Wyoming Stable Token Commission nach Angaben von Chainlink dessen Proof-of-Reserve-Technik übernommen. Proof of Reserve bezeichnet ein Verfahren, bei dem ein Orakelnetz regelmäßig und automatisiert prüft und on-chain veröffentlicht, ob die Sicherheiten hinter einem Token tatsächlich vorhanden sind.
Für den Anwendungsfall eines staatlich ausgegebenen Stable Tokens ist das der Kern der Sache: Der Nachweis, dass jeder ausgegebene Token gedeckt ist, wird nicht mehr nur im Quartalsbericht behauptet, sondern maschinell belegt. Ob daraus nennenswerte Erlöse für das Netzwerk entstehen, lässt sich aus der Meldung nicht ableiten, und wir tun es deshalb auch nicht. Als Signal für die Ernsthaftigkeit der Technik taugt es.

Chainlink Staking v0.2: 45 Millionen LINK Kapazität und 28 Tage Cooldown
Viele Halter fragen sich bei einem Kursanstieg, ob sie ihre Bestände zusätzlich verzinsen können. Bei Chainlink läuft das über Staking v0.2. Staking bedeutet hier, dass du LINK als Sicherheitsleistung im Orakelnetz hinterlegst und dafür eine Belohnung erhältst. Die Parameter stehen auf der Staking-Seite von Chainlink, und du solltest sie kennen, bevor du etwas hinterlegst.
Die Gesamtkapazität liegt bei 45 Millionen LINK. Davon entfallen 40,875 Millionen auf den Community Pool, der Rest von rund 4,125 Millionen ist für Knotenbetreiber reserviert. Der Mindesteinsatz beträgt 1 LINK, pro Adresse sind höchstens 15.000 LINK möglich. Die Belohnung ist keine feste Verzinsung: Das Protokoll schüttet je Zeiteinheit einen festen Betrag aus, unabhängig davon, wie viel insgesamt hinterlegt ist. Als Basiswert nennt Chainlink 4,5 Prozent jährlich für Knotenbetreiber, für Community-Staker verbleiben nach 4 Prozent Delegation an die Knotenbetreiber effektiv 4,32 Prozent.
Der Teil, der in Euphoriephasen gern übersehen wird, ist der Ausstieg. Wer sein LINK zurückhaben will, startet eine Abkühlphase von 28 Tagen und hat danach ein Fenster von sieben Tagen, um die Auszahlung abzuschließen. In diesen vier Wochen kommst du an deine Token nicht heran, egal was der Kurs macht. Das Protokoll befindet sich weiterhin in einer Beta-Phase, die Parameter können sich ändern.
Ob im Community Pool gerade überhaupt Platz ist, steht auf der Chainlink-Seite nicht; in Fachdarstellungen wird der Pool seit dem Start im Dezember 2023 als durchgehend ausgelastet beschrieben, sodass neue Einzahlungen nur möglich sind, wenn jemand anderes seinen Einsatz abzieht. Prüfe den freien Platz deshalb direkt in der Anwendung, bevor du dir etwas ausrechnest. Alternativen mit ihren Konditionen findest du in unserer Übersicht der besten Staking-Plattformen.
Staking-Erträge und Haltefrist: Wie das Finanzamt LINK-Gewinne behandelt
Steuerlich sind zwei Ebenen zu trennen. Der Verkaufsgewinn aus LINK selbst fällt unter die privaten Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 EStG. Liegen zwischen Kauf und Verkauf mehr als zwölf Monate, bleibt der Gewinn steuerfrei. Innerhalb der Jahresfrist greift dein persönlicher Einkommensteuersatz, wobei eine Freigrenze von 1.000 Euro im Kalenderjahr gilt. Freigrenze heißt: Erreicht der Gesamtgewinn 1.000 Euro, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber.
Korrektur (29. September 2026): In einer früheren Fassung hieß es, steuerpflichtig werde es erst beim Überschreiten der Freigrenzen. Nach § 23 Absatz 3 Satz 5 EStG bleibt der Gesamtgewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften nur steuerfrei, wenn er im Kalenderjahr weniger als 1.000 Euro beträgt; ab 1.000 Euro ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig. Sonstige Einkünfte nach § 22 Nummer 3 EStG, etwa Staking-Erträge, bleiben nur steuerfrei, wenn sie weniger als 256 Euro im Kalenderjahr betragen.
Die Belohnungen aus dem Staking sind davon getrennt zu betrachten. Sie zählen in aller Regel als sonstige Einkünfte nach Paragraf 22 Nummer 3 EStG und sind im Jahr des Zuflusses mit dem Marktwert anzusetzen; hier bleiben sie steuerfrei, wenn sie im Kalenderjahr weniger als 256 Euro betragen. Verkaufst du die erhaltenen Token später weiter, beginnt für sie eine eigene Haltefrist.
Eine Sorge lässt sich ausräumen: Die zwischenzeitlich diskutierte Verlängerung der Haltefrist von einem auf zehn Jahre bei Staking oder Lending wendet die Finanzverwaltung auf Kryptowerte nicht an. Es bleibt bei der Jahresfrist, auch wenn du deine LINK zwischendurch als Sicherheit hinterlegt hast. Wer viele Einzelvorgänge dokumentieren muss, fährt mit einem Werkzeug besser als mit einer Tabelle; unser Überblick zu Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Trackern zeigt, welche Programme welche Börsen auslesen.
LINK verwahren: Börsenkonto, Software-Wallet oder Hardware-Wallet
Wo deine Token nach dem Kauf liegen, ist die Entscheidung mit den größten Folgen. Bleiben sie auf dem Handelskonto, hält der Anbieter die Schlüssel. Das ist bequem, macht dich aber von dessen Bestand und dessen Sicherheitsvorkehrungen abhängig. Eine eigene Wallet dreht das um: Du hältst den Schlüssel und trägst die Verantwortung für seine Sicherung.
LINK ist ein Token auf Ethereum und wird deshalb in jeder Wallet verwahrt, die Ethereum-Adressen unterstützt. Zwei Punkte werden dabei regelmäßig unterschätzt. Erstens brauchst du für jede Bewegung Ether als Transaktionsgebühr, auch wenn du nur LINK verschiebst. Zweitens musst du für Staking die Token in einer Wallet halten, die du selbst kontrollierst, weil der Vorgang über einen Vertrag auf der Blockchain läuft.
Prüfe außerdem, ob dein Anbieter die Auszahlung des Tokens auf eine eigene Adresse überhaupt zulässt. Es gibt Plattformen, auf denen sich bestimmte Werte nur handeln, aber nicht abheben lassen. Das merkt man erfahrungsgemäß erst, wenn man es braucht.
Marken nach oben und unten: Woran du Ausbruch und Rücksetzer bei LINK unterscheidest
Für die nächsten Tage sind drei Bereiche relevant, alle abgeleitet aus den Kursdaten vom 19. September 2026. Nach oben liegt die erste Hürde beim Tageshoch von 12,41 US-Dollar. Hält der Kurs darüber, ist die runde Marke von 13 US-Dollar der nächste Orientierungspunkt. Nach unten markiert das Tagestief von 11,51 US-Dollar die Unterkante der aktuellen Bewegung; fällt der Kurs darunter zurück, ist der Anstieg der vergangenen 24 Stunden abverkauft.
Diese Marken sind Orientierung, keine Prognose. Weil der Anstieg zu einem großen Teil aus der Marktbewegung stammt, hängt LINK kurzfristig stärker am Bitcoin-Kurs als an eigenen Nachrichten. Dreht der Gesamtmarkt, dreht LINK in aller Regel mit, und zwar mit größerem Ausschlag, weil kleinere Werte schwankungsanfälliger sind.
Wenn du eine Position aufbauen willst, hilft ein simpler Selbsttest: Schreib auf, bei welchem Kurs du nachkaufen und bei welchem du verkaufen würdest, bevor du die erste Order abschickst. Wer das erst im laufenden Kursgeschehen entscheidet, entscheidet unter Druck.
Chainlink-Rally einordnen: Was du daraus mitnimmst
- Trenne den Markt vom Projekt. LINK steht mit 7,4 Prozent im Mittelfeld einer Rally, die fast alle großen Werte erfasst hat. Wenn du kaufen willst, prüfe zuerst den Kaufweg und die Gebühren bei einem in der EU zugelassenen Anbieter, etwa über den Vergleich der besten Krypto-Börsen.
- Rechne beim Staking mit der Sperrfrist, nicht mit der Rendite. Effektiv 4,32 Prozent stehen 28 Tage Abkühlphase plus sieben Tage Auszahlungsfenster gegenüber, und der Community Pool ist in der Kapazität begrenzt. Vergleiche die Bedingungen mit anderen Angeboten in der Übersicht der besten Staking-Plattformen.
- Dokumentiere jeden Vorgang ab dem ersten Kauf. Kaufdatum, Umtausch in ein anderes Paar und jede Staking-Gutschrift sind steuerlich eigene Ereignisse. Wie du das ohne Handarbeit sauber hältst, steht im Überblick zu Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Trackern.
(Stand: 19. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Häufige Fragen zu Chainlink und LINK-Staking
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.
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