Kann der Bitcoin-Kurs auf null fallen? Michael Burrys Warnung im Check
Michael Burry warnt vor einer "Todesspirale", während der Bitcoin Kurs unter 64.000 USD rutscht. Wir analysieren, ob BTC wirklich wertlos werden kann.

Der Kryptomarkt steht nicht mehr nur vor einer „Herausforderung“ – er befindet sich mitten in einer Korrektur von enormer Dynamik. Seit den Höchstständen Ende 2025 hat sich das Narrativ von institutioneller Akzeptanz hin zum nackten Überleben gewandelt. Da Bitcoin nun auf 63.473 $ gestürzt ist, wirken die Warnungen des "Big Short" Investors Michael Burry vor einer marktweiten „Todesspirale“ (Death Spiral) weniger wie Hyperbeln, sondern zunehmend wie eine reale Prognose.
Bitcoin Crash Chart: Eine technische Analyse
Betrachtet man den aktuellen BTC-USD Kurs, zeigt das Chartbild eine deutliche Eintrübung. Die Korrektur seit dem Hoch im Oktober 2025 hat bereits erhebliche technische Schäden hinterlassen.
- Durchbruch der 68.000 $-Marke: Die psychologisch und technisch wichtige Unterstützung bei 68.400 $ (der 200-Wochen-EMA) wurde unter hohem Volumen durchbrochen. Was zuvor als „Retest“ galt, hat sich in einen entscheidenden Zusammenbruch verwandelt. Damit klafft eine massive Lücke bis zur nächsten großen psychologischen Marke bei 60.000 $.
- Beschleunigung im Abwärtskanal: Bitcoin klebt derzeit an der unteren Begrenzung eines steilen Abwärtskanals. Die roten Kerzen werden länger, was darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck zunimmt, während die Käufer wegbrechen.
- Stochastik-RSI im Keller (keine Erholung): Der Stochastic RSI ist auf dem Boden angekommen, was auf extrem überverkaufte Bedingungen hindeutet. Dennoch bleibt der Kurs „schwer“ und prallt nicht nach oben ab – ein bärisches Signal, dass das Momentum für eine sofortige Trendwende aktuell zu stark ist.

Michael Burry und die Theorie der "Todesspirale"
Michael Burry, bekannt durch "The Big Short", hat sich auf Substack kritisch zu Wort gemeldet. Sein Hauptargument: Bitcoin habe als Absicherung gegen Inflation versagt. Er sieht die Gefahr einer "Todesspirale", bei der fallende Kurse die Bilanzen von Unternehmen zerstören, die massiv in BTC investiert haben. Dies würde zu weiteren Verkäufen führen, die den Markt austrocknen und Miner in die Insolvenz treiben könnten.
Burry argumentiert, dass ohne den konstanten Zufluss aus ETFs das "spekulatve Kartenhaus" in sich zusammenfallen könnte. Für ihn ist der fundamentale Wert von Bitcoin schlichtweg nicht vorhanden.
Wer glaubt noch an den Totalabsturz?
Neben Burry bleibt auch Nassim Nicholas Taleb ein prominenter Kritiker. Der Autor von Der Schwarze Schwan bezeichnet Bitcoin als wertlos, da es weder als Währung noch als Wertspeicher funktioniere.
- Absorbierende Barriere: Taleb nutzt ein mathematisches Modell: Wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein Asset ohne Dividende jemals Null erreicht, ist sein Barwert heute bereits Null.
- Abhängigkeit vom System: Im Gegensatz zu Gold benötigt Bitcoin ein funktionierendes Netzwerk, Strom und aktives Interesse der Miner. Verschwindet der Anreiz, kollabiert das System laut Bloomberg.
Kaufen und verkaufen Sie Kryptowährungen über die besten Krypto-Börsen – entdecken Sie hier unsere VergleicheWird Bitcoin auf 0 $ abstürzen? Die "Null"-Erzählung herausfordern
Trotz der düsteren Prognosen gibt es starke Gegenargumente. Bitcoin ist ein dezentrales Netzwerk, das nicht von einer einzelnen Firma abhängt.
- Globale Nutzung: In Schwellenländern dient BTC weiterhin als Fluchtwährung vor lokaler Hyperinflation.
- Die "HODLer"-Basis: Ein harter Kern von Investoren wird seine Bestände niemals verkaufen, was einen natürlichen "Floor" (Boden) bildet.
- Sicherheit durch Self-Custody: Durch die Nutzung von Hardware Wallets entziehen Nutzer ihre Coins dem zentralisierten Verkaufsdruck der Börsen.
Fazit: Panik oder Kaufgelegenheit?
Der Markt befindet sich derzeit im Zustand "extremer Angst". Während Burrys Warnungen vor institutionellen Kettenreaktionen ernst zu nehmen sind, hat Bitcoin in der Vergangenheit bereits mehrfach Drawdowns von über 80 % überstanden. Wer jetzt agieren möchte, sollte nur Kapital verwenden, dessen Verlust verschmerzbar ist, und auf etablierte Krypto-Börsen setzen.
























